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Besonderheiten bei Satinmeerschweinchen

 

Nichts ist vergleichbar mit dem einzigartigen Glanz und dem intensiven Leuchten der Farben eines Satin-Meerschweinchens. Das einzelne Haar ist hohl und bricht dadurch das einfallende Licht in einer besonderen Art und Weise, es entsteht der Satin-Glanz.

Vor einigen Jahren hat man festgestellt, daß gerade Satin-Schweinchen an der sogenannten Osteodystrophie (OD) erkranken, einer fortschreitende Knochenentkalkung, die im Endstadium fürchterliche Qualen und den Tod des Tieres zur Folge hat. Man vermutet, daß diese Erkrankung im direkten Zusammenhang mit dem Satin-Gen zu betrachten ist, Studien sind aber nie zu einem Abschluß gekommen, so daß bis heute nicht abschließend geklärt wurde, ob dem so ist oder es sich um einen Gendefekt bestimmter Linien handelt.

Als im Anfang in Deutschland die Satins Einzug hielten, wollten natürlich viele diese wundervollen Schweinchen besitzen, es gab jedoch nicht genug. Es wurden Satins in fast alle Rassen eingekreuzt, so daß man heute bei keiner Rasse sicher sein kann, nicht irgendwann ein OD-Schweinchen im Stall zu haben, obwohl die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist.

Die Problematik liegt darin, daß die Schweinchen augenscheinlich gesund sind und häufig OD erst im Alter von 1,5 – 2 Jahren entwickeln. Dann sind diese kranken Tiere aber schon zur Zucht eingesetzt worden und haben ihre Krankheit weitergegeben. Zu erkennen, ob ein Tier erkrankt ist, ist es dadurch, daß schleichender Gewichtsverlust eintritt, die Tiere hoppeln oder schlecht fressen können, da die am häufigsten befallenen Knochen die Oberschenkel- und Schädel/Kieferknochen sind. Das läßt sich dann durch eine Röntgenuntersuchung feststellen.
Mittlerweile gibt es Untersuchungsmöglichkeiten, wo schon beim Baby OD festgestellt werden kann. Diese Untersuchungen beruhen auf biochemischen Veränderungen bei diesen Schweinchen, sind aber sehr, sehr teuer und vielleicht im Einzelfall zu erwägen, aber für eine ganze Zucht noch nicht tragbar.

Deshalb ist es eine mehr als große Verantwortung, sich der Zucht von Satinscheinchen zu widmen. Die Ausgangstiere wollen sorgfältigst ausgewählt werden. Nur die größten und kräftigsten Tiere aus OD-freien Linien gehören in die Zucht. Auch sollten keine Verpaarungen aus Satin x Satin gesetzt werden, da die Nachkommen häufig sehr klein und leicht bleiben.

Jeder, der diese Tiere züchten möchte, sollte sich der besonderen Verantwortung seiner Tiere  und natürlich auch anderen Züchtern gegenüber bewußt sein und mit noch größerer Aufmerksamkeit als sonst schon geübt seine Zucht überwachen und beim geringsten Verdacht handeln. Leider gibt es auch heute noch nicht besonders viel brauchbares Informations-material. Doch besteht es seit einiger Zeit ein Forum, das sich ausschließlich mit dieser Problematik beschäftigt und Allerlei zusammenträgt:

Satin-Schweinchen gehören nur in die Hände solcher Züchter, die die Verantwortung und die Konsequenzen bereit sind zu tragen!